Ich wusste nicht genau wo ich meine ersten Erfahrungen mit unserem neuen CX-60 teilen sollte, von daher mal hier, wenn das ok ist.
Vader ist gelandet – Mein Leben nach dem MINI
Wenn man vom MINI Cooper Coupé mit Gewindefahrwerk, Uniball-Lagern und Alta-Koppelstangen kommt, erwartet man beim Umstieg in ein SUV erst mal... naja... eine Art fahrdynamisches Koma. Doch weit gefehlt! Mein neuer Begleiter hört auf den Namen Vader – und wer jetzt an einen dunklen Helm und schwere Atmung denkt: Ja, ganz genau so ist er. Nur mit deutlich mehr Komfort und ohne Laser-Schwert (das liegt in meinem Büro
), dafür mit Ladeanschluss.
Es handelt sich um das 2025er Modell des CX-60, PHEV, Homura, Jet Black. Optisch eine Wucht – Auch Freunde und Bekannte sagen: „Wow, tolles Auto!“ „Sieht echt schick aus!“ „Richtige Entscheidung.“
Fahrwerk: Vom Gokart zur Gleiterkanone
Klar, der MINI war ein Brett. Aber Vader überrascht. Mit 30 mm Spurverbreiterung pro Achse liegt er satt auf der Straße, lässt sich mit Schwung ums Eck werfen – fast schon unanständig agil für ein Auto dieser Größe. Kurze wie lange Bodenwellen? Frisst er einfach weg. Manchmal frage ich mich, ob der Wagen über Fahrbahnunebenheiten nicht einfach hinwegfliegt.
Nur wenn das rechte Rad mal einen der rustikalen Krater auf unseren Straßen trifft, dann knistert die Mittelkonsole rund um den Wählhebel ein bisschen. Wahrscheinlich spricht da Vader nur kurz mit mir in Morsecode: „Fahr da nächstes Mal drumrum.“
Getriebe: Nachdenklich sportlich
Das 8-Gang-Getriebe – ja, es denkt manchmal kurz nach. Vielleicht will es einfach sicherstellen, dass es mir das passende Fahrgefühl serviert. Und beim ersten Gangwechsel ist es nicht immer so sanft wie mein früherer VW Phaeton V8 mit seiner Seidenweichen Automatik. Aber hey – Vader ist kein buttriger Gleiter, er ist eher ein Samurai in Sportklamotten. Im Vergleich wirkt das Getriebe fast ambitioniert – ein Hauch sportlich, ein bisschen ungeduldig, aber stets bemüht, mir Fahrspaß zu liefern.
Der Spaß-Knopf heißt "Sport-Modus"
Sobald ich den Sport-Modus aktiviere, lebt Vader richtig auf. Der Antritt ist beeindruckend – da schiebt der PHEV-Antrieb mit einem Drehmomentgrinsen von der Hinterachse aus und der Sound passt wie der Helm zu Darth. Im Offroad-Modus ist er auch beeindruckend – allerdings eher wie ein Bodybuilder mit Wanderschuhen: mächtig, aber nicht ganz so flink.
Ruhemodus: EV-Fahrt deluxe
Und dann ist da noch der EV-Modus. Lautloses Gleiten durch die Stadt oder über Land – das fühlt sich fast meditativ an. Keine Vibrationen, kein Motorgeräusch. Nur ein leises Surren und das leise Klicken des Blinkers. Im Innenraum herrscht dabei eine geradezu wohltuende Stille – fast wie im Tonstudio. Man hört Dinge, die man sonst gar nicht wahrnimmt: das Rascheln des Windes, das Rollen der Reifen, das eigene Atmen. Ich hätte nie gedacht, dass Ruhe ein echtes Fahrerlebnis sein kann – aber genau das ist es.