Beiträge von Humora

    Bitte, Kaffeetrinker99, gern geschehen!


    Inzwischen bin ich etwas mehr gefahren (wenn auch längst nicht so viel wie wie ich eigentlich möchte :S ) und kann auch etwas mehr Rückmeldung geben: Eine Abhandlung, so wie ich sie mir vorher gewünscht hätte!


    Originalzustand:


    - Mein Auto war vom ersten Kilometer an mit F-Dämpfern und mit den Michelin CrossClimate 2 SUV ausgerüstet, die allgemein als den Komfort steigernd bekannt sind.

    - Das Fahrgefühl mit der Kombination war ein wenig zwiespältig: Weit entfernd von "katastrophal", aber eine ungünstige Mischung aus "etwas zu straff bei niedrigem Tempo" und "zu weich bei hohem Tempo" (ab etwa 80 km/h). Also sportlich, wenn man eigentlich Komfort haben will, aber unsportlich, sobald es mal etwas flotter zur Sache ging.

    - Bei Landstraßentempo und unebenem Untergrund hatte man immer das Gefühl auf so einem Spielplatzgerät mit Stahlfeder darunter zu sitzen: Es federt permanent auf und ab und wackelt ein bisschen links und ein bisschen rechts. Was fehlte, war das Gefühl satt auf der Straße zu liegen, Fahrbahnkontakt eben!

    - Auf der Autobahn hatte ich mit den F-Dämpfern eigentlich keine Klagen, wobei man trotzdem immer das Gefühl hatte das Auto würde gerade von Windböen gebeutelt.

    - Kurven kann der CX-60 eigentlich schon ab Werk ganz gut, zumindest wenn es langgezogene Kurven sind. Ich denke hier spielt auch die Kinematic Posture Control eine große Rolle. Dieselbe Kurve, aber auf eher holprigem Untergrund, brachte mit den F-Dämpfern einen merklichen Verlust an Stabilität und Vertrauen in die Haftung der Reifen mit sich. Schnellere Richtungswechsel bei eher niedrigem Tempo, wie etwa auf den traumhaften Motorradstrecken hier im Nordschwarzwald, mochte der CX-60 nur bedingt: Er rollte immer erst ein wenig zur Seite, und man hatte immer das Gefühl das Limit der Reifen würde recht früh einsetzen.


    Nach Umrüstung auf KONI:


    - Schachtdeckel und Fahrbahnabsätze innerorts sind immer noch deutlich spürbar, aber sie "poltern" nicht mehr so. Ich würde den Unterschied etwa so beschreiben, als wenn man an einem Auto nach 100.000 km neue Original-Stoßdämpfer bekommt. Als Komfortverlust oder -gewinn würde ich den Unterschied nicht beschreiben. Es ist nur "anders".

    - Großer Unterschied, wenn man z.B. beim Abbiegen über einen abgesenkten Bordstein fährt! Was vorher zu einem eher Kamel-artigen, schwergewichtigem Wanken geführt hat, fühlt sich jetzt deutlich PKW-hafter an. Knackig, direkt, gut kontrolliert.

    - Bei Landstraßentempo, sowohl geradeaus als auch in Kurven, spürt man die größeren Unebenheiten durchaus noch. Soll heißen: Das Auto bügelt nicht auf einmal alles weg, wie es eine Mercedes S-Klasse könnte. Aber man fühlt jetzt deutlich mehr eine Verbundenheit mit der Straße, anstelle über alle Wellen mit einem undefinierten Gewackel drüberzuschwimmen.

    - Verblüffend finde ich wie viel "handlicher" sich das Auto mit den KONIs anfühlt! Lenkbefehle werden spürbar direkter umgesetzt, die Rollneigung ist deutlich gemindert. Ein Effekt, wie ich ihn eigentlich eher von einer Tieferlegung erwartet hätte!

    - Auf einmal hat man auch nicht mehr das Gefühl, als ob die Ganzjahres-Reifen so super unsportlich wären! Statt auf weichen Hausschuhen ist man plötzlich auf festen Wanderschuhen unterwegs. In Kurven hat man jetzt das Vertrauen den Reifen auch belasten zu können, ohne dass er frühzeitig wegschmiert. Ich weiß nicht wie dieses veränderte Gefühl zustande kommt, da sich am Reifen und an der Radführung durch die Dämpfer nichts ändert. Aber die Veränderung ist auf jeden Fall real! Vielleicht hängt das auch mit der Achsvermessung samt Spureinstellung zusammen, die beim Einbau gleich mit gemacht wurde.



    Alles in allem kann man zusammenfassen, dass sich der CX-60 mit KONI deutlich stabiler und sportlicher fährt, ohne weiter an Komfort einzubüßen.

    Wer ein Serienfahrwerk mit Toyos fährt, und sich von KONIs mehr Komfort erhofft, der wird enttäuscht sein. Demjenigen würde ich zuallererst zu einem anderen Reifen raten!

    Wer mit dem Serienkomfort zufrieden war, aber dem Auto mehr Sicherheit und Sportlichkeit anerziehen möchte, der sollte bei KONI zuschlagen!

    Humora:

    Ob die Dienstwagenfahrer, die den PHEV kaum an die Steckdose / Ladesäule laden "Deppen" sind, würde ich nicht unterschreiben.

    Vielleicht wurde hier nach finanzmathematischen Überlegungen in Verbindung mit den zur Verfügung stehenden Leasingraten abgewägt.

    Ich kenne viele, die genau deshalb den PHEV fahren.

    Volltreffer, genau das ist da geschehen. Finanziell lohnt es sich für den Dienstwagenbezieher ja auch ganz ohne Frage, und den Sprit zahlt auch die Firma. Also Feuer frei auf der linken Spur.


    Weswegen ich auf die so sauer bin: die verderben der PHEV Technik den Ruf ebenso wie das ein paar rasende Idioten mit illegalem Auspuff bei den Motorradfahrern tun. Am Ende werden alle über einen Kamm geschert und kollektiv bestraft.

    Beim Motorrad gibt es deswegen immer mehr Streckensperrungen und beim PHEV wird irgendwann die günstige Versteuerung wegfallen, „weil die fahren ja eh die ganze Zeit nur auf Benzin statt Elektro!“

    Dann sage ich zurecht „ihr Deppen!“

    Die Daten werden erhoben, damit die Regulierungsbehörden einen Einblick in den wahren Verbrauch der Fahrzeuge bekommen, um ggf. die Besteuerung daran anzupassen.


    Die Prospektwerte haben bei vielen Herstellern schließlich nichts mit dem Realverbrauch zu tun!


    Auf die Art kommen sie auch den PHEV Dienstwagen-Fahrern auf den Pelz, die den Akku niemals laden und mit Bleifuß ein Vielfaches an Sprit verbrennen. Den Deppen halt.

    Hallo Steve


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Auto diese Daten mit einer großen Genauigkeit erhebt und speichert. Denn dies ist in dem Datensatz enthalten, welcher für das OBFCM (On Board Fuel Consumption Monitoring) System erstellt wird. Leider sind die Daten nicht einfach so für uns Nutzer einsehbar, schon gar nicht direkt über bordeigene Mittel. Jedoch gibt es wohl das Recht sich diese Daten von der zuständigen Überwachungsgesellschaft herausgeben zu lassen.


    Siehe auch hier:


    Die EU will's wissen: Wie viel verbrauchen Autos tatsächlich?
    Alle neuen Fahrzeuge müssen eine "Überwachungseinrichtung für den Kraftstoff-/Stromverbrauch“ an Bord haben.
    www.adac.de



    Oder weiß jemand ob dies evtl. mittels CarScanner geht? Mich würde das auch sehr interessieren!

    Wie, das heißt wenn bei meinem Auto Scheibe/Armaturenbrett nicht gleichzeitig möglich ist, dann tauscht mir Mazda den Klimakasten aus, bei dem das gesamte Armaturenbrett raus muss? 😳

    Ich habe keine Ahnung inwiefern das Modell bis ´25 mit KONI besser oder schlechter ist als das Modell ab ´25 mit Seriendämpfern.

    Und ob die KONIs überhaupt mit dem neuen Fahrwerk des ´25 Modells harmonieren. Selbst die Übertragbarkeit meiner Schilderung auf einen gleich alten Diesel ist schon fragwürdig, da dieser vorne schwerer und dafür hinten leichter ist.

    Seit gestern habe ich nun auch ENDLICH die KONI Dämpfer an Bord 8o


    Bin damit leider erst knapp 60 km Landstraße gefahren, aber mein erster Eindruck ist absolut positiv!

    Kleine Unebenheiten, wie etwa Frostaufbrüche, Schachtdeckel etc. spürt man in etwa gleich wie zuvor. Ich möchte sogar behaupten, dass sie besser geschluckt werden als zuvor! Größere Karosseriebewegungen werden sehr schön eingefangen und fallen gar nicht mehr störend auf.

    Verblüffend: Bisher dachte ich immer, dass es die Ganzjahresreifen seien, die in Sachen Kurvenspass ein relativ niedriges Limit setzen. Es fühlte sich einfach nie so gut an, dass man Bock bekommen hätte sportlich ums Eck zu fahren. Jetzt, mit den KONIS, greifen dieselben Reifen auf einmal wunderbar und flößen viel Vertrauen ein.


    Was ich gerne jedem PHEV-Besitzer mit "F"-Dämpfern sagen möchte: Die Investition lohnt sich auf jeden Fall! Auch wenn ihr denkt "Mit den F-Dämpfern ist das doch schon ganz okay!": Mit KONIs wird´s einfach noch mal SO VIEL besser!! :love:

    Wäre DAS der Stand gewesen, den die ersten Journalisten 2022 zum Test bekommen haben - der ganze Shitstorm wegen des Fahrwerks wäre Mazda komplett erspart geblieben...

    Hier etwas PHEV-spezifisches:


    Ihr kennt das ja sicher, dass das System manchmal selbstständig den Verbrenner anschmeißt, obwohl man im EV Modus losgefahren ist und das auch so beibehalten wollte.

    Wenn das passiert, dann meistens auf dem ersten Kilometer nach dem Fahrzeugstart, egal ob man zum ersten Mal an dem Tag fährt oder nur mal kurz das Fahrzeug ausgeschaltet hat.

    Mich persönlich wurmt das immer extrem - vor allem im Winter. Man startet einen kalten Motor nicht wegen ein paar Sekunden und schaltet ihn dann gleich wieder ab!


    Ein paar Erkenntnisse möchte ich euch mitteilen:


    Beim Fahren im EV Modus und mit offenen Seitenscheiben ist mir schon aufgefallen, dass man beim ersten "das Gas lupfen" nach dem Losfahren (genau der Moment, in dem sich auch der Verbrenner gerne mal ungewollt aktiviert) ein rauschendes/brummendes Geräusch zu hören ist. Ich könnte schwören, dass der Hybridantrieb in dem Moment den Verbrenner als "Motorbremse" einsetzt. Der Verbrenner ist nicht "AN", aber er wird vom Schwung des Fahrzeugs angetrieben. Dauert nur ein paar Sekunden, immer nur ein Mal nach dem Beginn einer jeden Fahrt. Habt ihr das auch schon bemerkt?


    Einerseits ist das mies, weil auch hier der kalte Motor ruckzuck auf 1000-2000 Umdrehungen beschleunigt wird, was sich quasi kaum von einem echten Kaltstart unterscheidet. Andererseits stellt Mazda dadurch aber sicher, dass der Ölfluss schon mal in Gang gekommen ist und der Ventiltrieb etc. bereits mit Öl benetzt ist. Also ist dann die "Gefahr" nicht mehr ganz so groß, wenn der Motor dann während der Fahrt plötzlich unter Last anspringen muss.


    Die zweite Erkenntnis habe ich von einem Freund, der im Auftrag großer Automobilfirmen die getarnten Prototypen fährt. Bei PHEV gibt es ein grundsätzliches Problem, welches bei reinen Verbrennern früher nicht existiert hat: Läuft ein kalter Verbenner immer nur kurz an, dabei womöglich auch noch mit hoher Last, dann wird immer eine Menge unverbrannter Kraftstoff ins Öl eingetragen. Bei einem reinen Verbrenner wird das über die zwangsweise erfolgende Erwärmung des Motors schnell wieder verdampft. Aber bei einem PHEV kann sich das Kaltstart-Kaltstart-Kaltstart-Szenario in der Theorie quasi endlos wiederholen, ohne dass der Motor zwischendrin je richtig warmgefahren wird. Die Autos, die er da testet, sollen deshalb ab einer gewissen Anzahl von Startzyklen den EV Betrieb absichtlich gewollt verweigern, damit der Motor auch mal warmgefahren wird. Sind halt deutsche Edelmarken :whistling: :saint: . Beim Testen treten die immer wieder den eiskalten Motor aus dem Stillstand heraus in den Begrenzer und machen ihn danach gleich wieder aus. Etwas, bei dem sich einem die Nackenhaare aufstellen! Aber so findet man eben die Schwachstellen heraus. :thumbup: