Natürlich hat Norbertus recht, dass man die Spannungswerte nicht einfach gleichsetzen kann. Ich hab mit meiner Erklärung etwas zu niedrig angesetzt:
Bei einphasiger Einspeisung liegt der maximal zu erreichende (gleichgerichtete und gesiebte) Gleichspannungswert bei etwa rund 300 - 320 Volt.
Einen Akku kann ich nur dann aufladen, wenn die Ladespannung höher ist als die aktuelle Spannung des Akkus. Um ihn auf 355 Volt zu bekommen muss ich also eine Ladespannung von > 355 Volt anlegen.
Bei der zweiphasigen Ladung sind zwei Szenarien denkbar: Entweder nimmt das Ladegerät zur Leistungsverdopplung die Energie aus zwei Phasen mit jeweils 230V RMS gegen den Nullleiter, oder zwei Phasen gegeneinander ohne Einbeziehung des Nullleiters. In ersterem Fall würde der Nullleiter also einen heftigen Strom zu verkraften haben, während er im zweiten Fall gar keinen Strom leiten müsste. Die 400V RMS habe ich auch schon bei nur zwei Phasen. Technisch wäre es logischer die Lösung mit zwei Phasen gegeneinander zu nehmen. Allerdings wäre es mit ersterer Lösung einfacher das Auto wahlweise mit einer oder mit zwei Phasen zu laden.
Bisher weiß ich nur, dass bei mir zwei von drei Phasen mit jeweils 12 Ampere belastet werden. Den Nullleiter habe ich bisher nicht gemessen. Aber er wird auch nicht warm, im Gegensatz zu den Phasen.
Schöne Erklärung der technischen Zusammenhänge: