Beiträge von Klosterjupp

    Hallo zusammen,


    da wir in den Osterferien mit dem noch fast neuen Auto (da gerade 1000 km drauf) das erste Mal mit unserem Wohnwagen unterwegs waren, hier meine Erfahrungen. Unser Wohnwagen hat fahrfertig etwa 1800 kg und ist 7,7m lang. Einachser, 100 km/h-Zulassung.


    - die Mazda-Spiegel sind, wie schon jemand hier schrieb, ziemlich elastisch und die EMUK-Spiegel vibrieren etwas beim Fahren. Beim Kuga davor war das besser, es ist aber kein echtes Problem, man sieht trotzdem sehr gut.

    - dank langem Radstand und hohem Gewicht des CX-80 sind Tacho 100-110 km/h total unspektakulär fahrbar. Keinerlei Unruhe beim Durchfahren der Bugwelle beim Überholen von LKW. Man muss natürlich leicht nach links lenken, aber es gibt kein beunruhigendes Pendeln/Schaukeln dabei.

    - Verbrauch auf der relativ wenig bergigen Strecke Backnang-Berlin-Backnang dabei im Schnitt 10 l/100km, das ist für gefühlte Dauer-100 sehr in Ordnung.

    - die automatische Bremsfunktion habe ich komplett aus, daher kann ich nix dazu sagen, wie gut das beim Rückwärtsfahren mit dieser Sicherheitsfunktion mit Hänger funktioniert bei MJ26. Einige berichten ja bei älteren CXen von sporadischen Fehlfunktionen. Die Abschaltung der Piepser hinten funktioniert jedenfalls ohne Probleme.

    - Kamerasicht zum Kupplungskopf ist genial, im Prinzip kann man damit alleine anhängen und die Kugel ganz gut unter der Kupplung positionieren. Da es mit dem Mover aber noch besser geht, nutze ich den trotzdem noch für die letzten Millimeter. Der CX kriecht zwar trotz fehlendem Wandler recht schön, aber der Mover ist noch feiner dosierbar.

    - Leistung war schon beim Kuga kein Thema, der CX-80 macht es aufgrund des niedrigeren Drehzahlniveaus subjektiv noch lockerer.

    - Schaltverhalten top, Anfahren sehr schön dank sehr kurzem 1. Gang. Kein Schleifen mit erhöhter Drehzahl, der CX fährt mit Hänger mit niedriger Drehzahl und ohne Rucken an. Den Wandler habe ich nicht vermisst. Ich fahre allerdings mit Hänger immer recht sachte an und gebe erst mehr Gas, wenn die Kupplung eingerückt ist. Was er macht, wenn man wie ein Stier losfährt, weiß ich nicht.

    - Ich bin konsequent Towing-Modus gefahren. Irgendwo bei 100 schaltet er damit auch in den 8. Gang. Das erhöhte Drehzahlniveau im Towing-Modus ist gewollt, um Wasser und Öltemperatur niedriger zu halten. Mit schweren Hängern sollte man den nutzen. Das ist thermisch gesünder für den Motor.

    - es gab keinen Notlauf :love: , ich nutze aber auch den adaptiven Tempomaten nicht. Das funktioniert mir alles nicht gut genug ...


    Alles in allem ein tolles Zugfahrzeug. Total souverän und entspannt.


    Grüße und schönes Wochenende,

    Klosterjupp

    Ironische Frage: Kann man auch Fahrer und Halter des CX60 ohne abgeschlossenes Studium Maschinenbau/Automobil/Elektro etc. sein? 🤢

    Bei den modernen Autos ist das hilfreich, wenn man Ingenieur ist. Die heutigen Fahrzeuge haben alle eines gemeinsam: es sind rollende Ansammlungen von vernetzten Rechnern und komplexer Mechanik, die unter hohem Zeit- und Kostendruck entwickelt werden. Es dürfte keinen Hersteller mehr geben, der mit annähernd fehlerfreien Fahrzeugen in Serie geht. Da die Werkstätten mit den Problemen häufig überfordert sind, sind solche Foren wie hier ganz hilfreich, um eine zweite und unabhängige Meinung zu bekommen.

    Aber natürlich entsteht hier auch ein etwas verzerrtes Bild. In so einem Forum geht es eben viel um Probleme, Informationautausch darüber und Abhilfemöglichkeiten.

    Das Problem in Foren ist immer, gute Informationen und nicht so gute auseinanderzuhalten. Aber so ist das im Leben ja generell.


    Ich denke, dass unsere dicken Dinger nicht schlechter sind als all die anderen. Aber sie haben 6 Jahre Garantie und Mazda scheint sich echt Mühe zu geben, was man hier so liest.

    Anmerkung eines häufigen Hängerfahrers: Ich bin in der komfortablen Lage, MJ26 zu fahren, habe also die Linie. Ich muss allerdings sagen, dass die Kamerasicht auf die Kugel das wichtigere ist, wenn man keinen Mover hat. Mit Mover reicht immer ungefähres, grobes ranfahren, den Rest kann man movern. Dafür braucht man nicht mal die Kamera. Wenn man allerdings einen schweren Anhänger ohne Mover hat, weicher Boden und/oder noch Gefälle, ist die Kamerasicht Gold wert.

    Ja, früher ging es auch ohne alles. Komischerweise haben aber ältere Autos mit AHK ganz oft merkwürdige Beulen rings um die Kugel. Die Fahrer davon sind nicht alle total unfähig. Das passiert eben bei häufigem Ankuppeln mal, wenn man nix sieht.

    Über die fehlende Linie würde ich mir keine Gedanken machen, das ist nur „nice to have“.

    Unser Verkäufer gab uns bei der Übernahme den Hinweis, bei Erscheinen der Meldung einfach einen 5l-Kanister einzufüllen. Dann sei wieder für lange Zeit Ruhe und es gäbe keine Gefahr zu überfüllen. Das finde ich sehr praxisnah und unkompliziert. Da muss man sich dann keine weiteren Gedanken machen und man hat keinen Ärger mit Überfüllung des Systems.

    In den Online-Tools der Händler kann man meistens die Option setzen, dass nur Felgen mit ABE für das Auto gezeigt werden. In der entsprechenden ABE stehen dann die Fahrzeuge, die erlaubten Reifengrößen und ggf. Einschränkungen bezüglich Schneeketten usw. drin. Die Serienräder von Mazda stehen mit ET45 ziemlich weit innen. Man findet in deshalb auch Felgen mit ABE und ET35 und 38, die entsprechend 7 bzw 10 mm nach außen kommen. Wenn die Felge selbst schon breiter ist als die Serienfelgen, geht bei der ET natürlich entsprechend weniger. Wenn du wie gesagt auf Felgen mit ABE filterst, hast du mit dem TüV keine Probleme.

    Wenn an Bremsenteilen - und das Gleiche gilt auch für Fahrwerksteile - Modifikationen vorgenommen werden, kann kein Hersteller mehr Garantie übernehmen. Es ist nicht nachvollziehbar, welche mechanischen, chemischen, thermischen Einwirkungen auf das Material gewirkt haben. Damit ist die Garantie weg. Das würdet ihr alle genauso handhaben, wenn ihr Garantie erbringen müsstet. Solange die Funktion NICHT beeinträchtigt ist, will ja niemand eine Garantieleistung….

    An meinem CX80 Diesel gibt es eine Einstellung für die Wartezeit zwischen Verriegelung Auto und Verriegelung Tankdeckel. Vielleicht ist die für die Stromsteckdose separat und anders eingestellt. Schau mal in den Einstellungen, was da konfiguriert ist.

    Ja, neben dem Luftwiderstand enthält der Fahrwiderstand auch noch konstante und lineare Anteile. Das ist klar. Mir ist auch klar, dass die Luftwiderstandskraft mit der Geschwindigkeit quadratisch zunimmt, das meinst du vermutlich mit „exponentiell“. Bei der benötigten Leistung für konstante Geschwindigkeit kommt dann noch ein v dazu, dann ist es die dritte Potenz. Um es nicht zu kompliziert zu machen und weil es auf der Autobahn kaum eine Rolle spielt im Vergleich zum Luftwiderstand, hatte ich die anderen Fahrwiderstände beim A6 und CX als gleich angenommen. Die Unterschiede sind auf der Autobahn vernachlässigbar. Wie du dann den Zusammenhang zur Effizienz des Motors herstellst, ist etwas rätselhaft.

    Meiner Meinung nach ist das bei Mazda verwendete Stufenmuldenbrenverfahren mit Stahlkolben derzeit das Beste, was es hinsichtlich Emissionen und Wirkungsgrad gibt. Bei allem Stolz darauf muss man aber sagen, dass VW/Audi auch wissen, wie man gute Dieselmotoren macht (Dieselgate und andere Probleme diskutieren wir jetzt nicht, das hat nichts mit der Kompetenz der Ingenieure zu tun, sondern an Randbedingungen bezüglich Kosten.) Deren Brennverfahren, auch wenn dort aus Kostengründen noch Alukolben laufen, sind im Bestpunkt sicher nicht mehr als 1-2% schlechter. Für Motorentwickler ist das viel, für Vergleiche von A6-Kombi und Mazda-SUV auf der Autobahn aber wieder irrelevant. Das geht unter, wenn Schrankwand und Salontisch bzw. Apfel und Birne mit Dieselmotor auf die Autobahn gehen. Entschuldigung, das war jetzt wieder länglich…

    In der Formel für den Luftwiderstand steckt nicht nur der Formfaktor „c“. Da steckt gleichberechtigt auch noch die Stirnfläche. Und die ist bei einem Auto wie CX60/80 etwa bei 2,7 m2. Der genaue Wert ist nicht veröffentlicht. Ein A6 hat etwa 2,3 m2. Der Luftwiderstand ist bei den CXen also etwa 26 % höher, wenn ich Stirnfläche und Formfaktor berücksichtige. Angenommen, beide Diesel haben etwa den gleichen Wirkungsgrad im Antriebsstrang (bei Vergleich jeweils von Allradlern oder auch jeweils 2WD), dann ist der Verbrauch bei konstanter Geschwindigkeit auch um diese 26% höher. Wenn ich die genannten 5,8 l mit 1,26 multipliziere, kommt man auf 7,3 l. Das kommt ziemlich genau hin, wenn man zügig fährt. Der A6 hat einfach signifikant weniger Luftwiderstand. Ob das man da jetzt Tische oder Obst zum Vergleichen nimmt, ist Geschmacksache. „Bescheuert“ finde ich in dem Zusammenhang nicht passend. Das ist die freundliche Formulierung, die mir dazu einfällt.