Beiträge von Klosterjupp

    Hier im Forum wird von einigen von beeindruckendes Laufzeiten der Bremsscheiben berichtet. Ich meine hier schon von Scheiben gelesen zu haben, die 70000 oder 100000 km gehalten haben. Insofern sind sie wohl generell haltbar. Wenn sie nach 30 Tausend Kilometern Scheiben vollkommen runter sind, fährt der Fahrer sonderbar oder die Laufleistung des Autos stimmt nicht. Davon abgesehen: 2-3 mm Grat können nicht sein, denn dann wäre sie 4-6 mm dünner als neu. Typische maximale Verschleißmaße liegen bei 2-3 mm Dickenverlust. Dann hätte man 1-1,5 mm Grat. Das spürt man schon deutlich mit dem Finger. Starker Verschleiß der Scheiben bei nur 30000 km wäre für mich ein Ausschlußgrund für einen Gebrauchten.

    Gruß,

    Klosterjupp

    Ich präzisiere einen Punkt, um die Fahrwerksentwickler nicht vor den Kopf zu stoßen: der CX-80 ist in Anbetracht der Tatsache, dass er 2 Tonnen wiegt, „nur“ 235er-Reifen hat und ein klassisches ungeregeltes Fahrwerk verbaut ist, hinsichtlich Agilität wirklich gut. Aber Konkurrenten mit mehr Aufwand im Fahrwerk erreichen ein anderes Niveau, das liegt in der Natur der Sache und schmälert nicht die Leistung der Mazda-Ingenieure.

    Hallo nostra ,

    Zu einigen der Punkte kann ich auch was beitragen. Wir fahren unseren Homura Plus 3.3 d jetzt etwa 6500 km.


    Motorgeräusch: Mazda hat sich beim Diesel - aus welchem Grund auch immer - überlegt, durch ein Resonatorrohr bestimmte Frequenzen verstärkt an die Fahrerkabine zu übertragen. Deshalb klingt er unter Last für einen Reihen-6er ungewöhnlich und lauter als erwartet. Aber das ist leider so. Man gewöhnt sich schnell dran. Das ist eben ein besonderes „Charakteristikum“ ….


    Fahrkomfort (mit 20-Zöllern):

    Ja, Audi/BMWMercedes SUVs federn teilweise VIEL geschmeidiger und sind trotzdem agiler, Das liegt aber am Aufwand, der bei Federelementen und Dämpfern getrieben wird. Sprich, den Kosten, die dort liegen. Mazda hat Stahlfedern und einfache Dämpfer ohne irgendwelche Verstellungen. Wer adaptive Dämpfer und/oder Luftfederung verbaut, kann damit mehr Fahrkomfort und Agilität erzeugen und trotzdem Wanken effektiv verhindern. Das ist aber viel teurer.

    Eine einfache Maßnahme für etwas mehr Komfort sind 18-Zoll-Räder. Reifenbreite gleich, Flanke höher, mehr Komfort. Ich werde aus diesem Grund auch nach und nach auf diese Räder wechseln, auch wenn das Einlenken dann nochmal etwas zögerlicher wird.

    Der Wechsel auf KONI wird den CX-80 vielleicht ein klein wenig verbessern, das Niveau eines aufwändig geregelten Luftfahrwerks der drei deutschen Premiummarken wird man damit aber niemals erreichen.

    Fahrverhalten insgesamt: bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn passt für mich alles: Geradeauslauf, schnelle Kurven, alles unauffällig. Aber nochmal: aufgrund der einfachen Technik merkt man die 2 Tonnen, wenn man am Lenkrad dreht. Das Auto ist träge. Breitere Reifen und niedrigere Querschnitte könnten das etwas verbessern, aber dann wird er noch unkomfortabler. Das ist einer der Kompromisse an dem Auto, der jedoch 20-40000 Euro gegenüber Premium-Autos spart.


    Getriebe-Abstimmung:

    Ja, auch das hat z.B. Mercedes im GLE feiner ausentwickelt. Aber da steht ein Aufwand an Entwicklern dahinter, den Mazda nicht leisten kann. Ich habe I-Stop aus, das nimmt schon einen Störfaktor raus und bin bei normalem entspannten Fahren sehr zufrieden mit dem Schaltverhalten. Der CX-80 ist halt beim Cruisen am Besten…


    Mein Fazit:

    Ein sehr schönes Auto mit sehr schönem, hochwertigen Innenraum, sparsam, im Alltag schnell genug zu einem fairen Preis. Ich würde ihn wieder kaufen. Die kleinen Unzulänglichkeiten stören mich nicht.


    Schönen Abend,

    Klosterjupp

    Das ist ziemlich viel im Vergleich zu dem, was ich kenne. Wenn das wirklich über längere Zeit ansteht und genügend Restsauerstoff da ist, reichen die 6-8 Minuten wahrscheinlich.

    Ich höre jetzt auf zu spekulieren. Systeme mit Niederdruck-AGR habe ich nicht mehr selbst bearbeitet und ob die SCR-Beschichtungen hinsichtlich Alterung über Temperatur deutliche Fortschritte gemacht haben, weiß ich auch nicht. Vielleicht sind da deutliche Fortschritte gewesen oder Mazda ist sehr mutig. Ändern können wir es sowieso nicht. Die Zeit wird zeigen ob die Systeme problemlos alt werden.

    Dietmar ,

    Ich habe ja irgendwo schon geschrieben, dass ich das ziemlich ungewöhnlich finde, was Mazda da tut. Warum die bei 140 nicht auf 0 regenerieren, kann ich dir nicht sagen. Da hat man Ideale Bedingungen. Die Regenerationsdauet ist mit 6-8 Minuten meiner Meining nach sehr kurz. Es ist korrekt, da noch nicht komplett auf Null zurückzusetzen.

    Geringe Geschwindigkeit ist immer schwierig zum Regenerieren. Man benötigt viel Drosselung, viel Nacheinspritzung, ein Teil davon auch sehr spät, was Kritisch für Ölverdünnung ist. Wieso ausgerechnet dabei eine bessere Regeneration entstehen soll, kann ich nicht nachvollziehen.

    Eigentlich ist regenerieren bei höherer Geschwindigkeit besser für alle Beteiligten (Motor+ DPF). Aber wenn es stimmt, das der Filter dabei weniger sauber wird, wäre es das nicht. Ohne zu wissen, was die da exakt treiben, kann man es nicht richtig beurteilen.

    In meiner Welt läuft die Regeneration bei 140 schnell und vollständig ab, dauert dann aber 10-15 Minuten und der Filter ist dann „porentief rein“. Mazda geht einen anderen Weg.

    Welche Temperaturen siehst du denn vor DPF?

    Könnt ihr ein paar Worte dazu schreiben, wie ihr gefahren seid? Welcher Schaltmodus? Hattet ihr dabei I-Stop an oder aus?


    Das sieht nach einem "Falschfehler" der OBD aus. Falschfehler im Feld sind der Albtraum eines OBD-Entwicklers und die Pest für die Werkstätten. Falls jemand von Mazda-Europa hier mitliest, bitte schaut Euch das an, falls solche Fehler öfter nach Bergabfahrten auftreten, sollte jemand diesen genannten Berg einige Male mit Datenlogger runterfahren und die Daten an die entsprechenden Entwickler schicken.


    Grüße, klosterjupp

    Wie lange dauert die Regeneration eigentlich? Ich bin jetzt insgesamt 2.600 km gefahren, und aktuell steht der Streckenzähler bei rund 870 km. Ich hätte also theoretisch schon 2x eine Regeneration miterleben müssen. Habe aber bisher keine wahrgenommen. Kann es sein, dass ich da zufällig ein längeres ununterbrochenes Stück gefahren bin und das während der Fahrt passierte? Aber merkt man das nicht auch während der Fahrt? (Sorry für die blöde Frage, aber das ist mein erster AdBlue-Diesel.)


    Was auch merkwürdig ist: Ich habe den Wagen mit 16.900 km übernommen, stehe jetzt bei 19.500 km und der Regenerationszähler steht bei 27. Also im Durchschnitt 722 km zwischen den Regenerationen. Viel weniger als Deine 1.150 km. War dann die entsprechende DPF-Beladung eher erreicht?

    Miriquidius: das Forumslexikon Dietmar kann wahrscheinlich sagen, wie lange eine Regeneration beim CX-60/80 genau dauert :)

    Aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus mit anderen Autos würde ich sagen "ungefähr 15-20 Minuten, je nachdem". Zu der Frage: "merkt man die Regeneration": kommt drauf an, wie geschult und sensibel du bist. Beim CX-60/80 ist es schon ganz gut gemacht, so dass der Durchschnittsfahrer nichts merken wird. Aber wenn man weiß, auf was man achten muss, kann man es merken: in Regeneration schaltet er manchmal geringfügig anders und gelegentlich hört man mal kurz ein ungewöhnliches Nageln, was sonst nicht vorkommt. Diese Geräusche entstehen, da im Regenerationsbetrieb teils stark gedrosselt wird und die Übergänge vom gedrosselten Zustand in ungedrosselt beim Gasgeben zusammen mit den Umschaltungen der Teileinspritzungen dann eben kurz ein paar Zyklen mit harter Verbrennung ergeben. Das könnte man vielleicht akustisch besser machen, aber wie gesagt, mich stört es nicht wirklich. Es ist meckern auf hohem Niveau.

    Welche Regenerationszyklen man hat, hängt davon ab, wo und wie man fährt. Im innerstädtischen Verkehr hat man ziemlich kurze Zyklen, Überland und Autobahn entsprechend längere Zyklen.


    Gruß,

    klosterjupp

    Dietmar hat ja zu dem Trigger schon einiges geschrieben. Diese beiden Trigger auf der OBD-Schnittstelle stellen ziemlich sicher nur die Zusammenfassung von mehr Triggern im Hintergrund dar. Normalerweise gibt es deutlich mehr davon: der "PM generated" müsste der der höhere aus mindestens zwei Triggern sein, nämlich dem einer Russmassensimulation aus Motorkennfeldern mit diversen Korrekturen sowie dem Russwert der Differenzdruckmessung des DPF. In "Regeneration distance" werden die gefahrenen km eingehen, der verbrauchte Kraftstoff seit der letzten Regeneration und was den Entwicklern sonst noch wichtig war. Früher hat man den CRT-Effekt bei der Russmassensimulation noch mitgerechnet, aber seit den SCR-beschichteten Filtern dürfte das obsolet sein.

    Was jetzt die Herunterrechnung bei der Regeneration angeht sowie die Rücksetzung auf Null oder einen anderen Wert beim Beenden der Regeneration, da gibt es unterschiedliche Philosophien. Wie einfach oder kompliziert will ich das machen, welche Risiken erscheinen vertretbar usw. . Normalerweise wird die Russmasse über ein Abbrandmodell heruntergerechnet, was im Kern Temperatur und Sauerstoff berücksichtigt. Das ist bei vereinfachter Betrachtung nachvollziehbare, einfache Physik/Chemie. Im Detail wird es aber tricky. Der Filter regeneriert manchmal am Rand schlechter als innen. Unter bestimmten Umständen bleibt außen Russ übrig. Man will und muss die Regeneration aber irgendwann mal beenden. Also kann es sein, dass mal etwas Russ übrig bleibt und dann von diesen 10 oder 20 % wieder hochgerechnet wird. Was Mazda da in Summe tut, wird ein gut gehütetes Geheimnis sein. Ich wundere mich übrigens gelegentlich, was ihr hier so schreibt zu den Regenerationsintervallen und den Dauern. Aber vielleicht hat sich da die Welt in den letzten Jahren weitergedreht oder Mazda macht da sein eigenes Ding und es funktioniert trotzdem. Kann schon sein. Bislang hat unser CX-80 noch nicht gemuckt diesbezüglich. Ich achte aber auch drauf, möglichst selten kurze Strecken zu fahren und fahre auf der Autobahn dann auch nicht nur 100 oder 120, damit der Filter ab und zu mal länger hohen Abgasvolumenstrom sieht und wieder bis ganz außen sauber abbrennt. Das sorgt auch dafür, dass Ablagerungen von AdBlue wieder verschwinden, falls welche da sind. Scheucht Euren Diesel also gelegentlich mal moderat ein Stück mit 160-180, dann funktioniert er auch zuverlässig.* Aber übertreibt es nicht: Dauervollast beschleunigt das Verkoken der Düsen und Vollast-Bremsen-Vollast-Bremsen-Vollast-Bremsen stresst nicht nur euch und die anderen, sondern auch die Mechanik durch die ständigen starken Temperaturgradienten. Risse an Zylinderköpfen, Kolben und Abgaskrümmern braucht niemand.


    Grüße,

    klosterjupp


    * das Abgasklappenthema ist was anderes. Da ist etwas nicht richtig entwickelt/getestet worden. Da müssen andere Bauteile eingebaut werden, damit das Problem weggeht.