Beiträge von Klosterjupp

    Hallo zusammen,

    ich habe zwischenzeitlich Antwort von Mazda bekommen. Zusammengefasst war der Inhalt:

    - aus Gewährleistungsgründen äußern sie sich nicht in Foren oder zu in Foren diskutierten Themen

    - sollte ein Fahrzeug ein Problem haben, soll man zum Mazda-Händler fahren, der verfügt über aktuelle Informationen und kann ggf. die "technische Abteilung" von Mazda einbeziehen.


    Leider hat die Anfrage nichts Greifbares ergeben hinsichtlich des Problems der hier geschilderten Fehler. Schade, aber ich hatte damit gerechnet.

    Was man der Antwort ggf. entnehmen kann, ist der Hinweis auf die Einbeziehung der "Technischen Abteilung", wenn der Händler von sich aus diesen Schritt nicht macht.

    Dass Mazda weniger auf Forendiskussionen reagiert als auf Händlermeldungen, ist für mich nachvollziehbar.

    Also bittet ggf. den Händler ausdrücklich darum, Mazda Europa einzubeziehen und nicht auf Verdacht eine Einspritzdüse zu tauschen oder Ähnliches, wenn ihr von dem Problem betroffen seid.

    Die Tatsache, dass der Fehler anscheinend reproduzierbar bei langer Bergabfahrt auftritt und danach teils wieder im Steuergerät ausgetragen wird, deutet für mich auf etwas anderes als ein Hardware-Problem hin. Ich hoffe, es schaut sich bei Mazda in der Zwischenzeit jemand das Problem an, auch wenn die Antwort an mich aus juristischen Gründen nichts dazu enthielt.

    Schönes, unfallfreies und fehlerloses Wochende,

    Klosterjupp


    PS: unser CX80 zog den 2000kg-Hänger nach Schweden und zurück ohne irgendwelche Fehler. Auch die Kasseler Berge rauf und runter waren kein Problem, zumindest bei 26 °C nicht. So wie es sein soll. ;)

    Ich habe den alten, großen Beitrag zur Nachfüllmenge, den Dietmar hier in diesem Beitrag unter #10 verlinkt hat heute durchgelesen. Da finden sich auch viele Beiträge und Fragen zu den Laufleistungen zwischen den Auffüllungen bzw. dem „normalen“ Adblue-Verbrauch.

    Nur soviel für alle, die hier neuer sind und als kleines Update zu dem älteren Beitrag: die Bandbreite ist groß!

    Unser CX80 hatte schon nach 7000 km überwiegend mit Wohnwagen den Adblue-Tank leer. Ich werde möglicherweise noch ein, zwei Mal 5 l auffüllen müssen bis zum Service, wenn ich nicht früher hinfahre. Durch die hohe durchschnittliche Belastung ergibt sich seit Übernahme ein Durchschnittsverbrauch von 8,9 l/100 km. Bei höherer Last ist die spezifische NOx-Rohemission höher, was zu deutlich höherem Adblue-Verbrauch führt. Das ist erwartbar und in Ordnung.

    Wer mit einem etwas leichteren CX60 ohne Anhänger sehr gleichmäßig und gemächlich fährt, kann eventuell auch mit einem Adblue-Tank knapp von Service zu Service kommen. Auch das kann sein und ist kein Zeichen für ein Problem mit der Dosierung o.ä.

    Er fährt einfach mit sehr geringen absoluten NOx-Rohemissionen durch die Welt und verbraucht kaum Adblue.

    Alles dazwischen ist normal und kein Grund zur Sorge.


    Grüße,

    Klosterjupp

    War bei den Herstellern lange eine Glaubensfrage... Der eine Hersteller hat versucht alles über AGR zu machen, um möglichst lange auf AdBlue zu verzichten, der andere hat einfach AdBlue dazu gekippt, um AGR zu vermeiden.

    FRX

    Ich würde es nicht Glaubensfrage nennen. Es ging um einige Zielkonflikte, die nicht so einfach zu lösen waren. Dazu kam auch, dass LKW und PKW teils unterschiedliche Anforderungen und Prioritäten hatten/haben.

    Im PKW-Bereich sah man es lange als großes Problem an, den Fahrer mit einem weiteren Betriebsstoff und einem zweiten Tankstutzen zu konfrontieren. Unter anderem deshalb auch die Versuche, mit einer AdBlue-Tankfüllung ohne Nachtanken über ein Serviceintervall zu kommen. Außerdem kostet ein SCR-System viel Geld (was du als Controller sicher weißt), deshalb wurde das am PKW erst gemacht als es gar nicht mehr anders ging. Der LKW nutzte die Technik viel früher, weil das für den Verbrauch ein großes Potenzial hatte und dort die Betriebskosten Prio 1 haben.

    „SCR only“ war ein reines LKW-Thema, das gab es nicht am PKW. Das kam ja damals von Iveco.

    Ich gehe davon aus, dass die Rückmeldung von Mazda Übersetzungsprobleme enthält bzw. Von jemand geschrieben wurde, der nicht wirklich tief im Thema ist.

    Einen Selbsttest machen Steuergeräte meines Wissens nur beim Start. Da wird die Checksumme der Software geprüft und es laufen Systemtests. Wenn das alles OK ist, kann man den Motor starten. Wenn der Motor läuft, läuft kein Selbsttest.

    Wenn man bei zu hohen Temperaturen im Kühlsystem von unplausiblen Werten redet, gehen Begriffe durcheinander. Da ist nichts unplausibel, sondern schlicht über einem Grenzwert. Was dann Schutzmaßnahmen wie Leistungsbegrenzung auslöst, einen Eintrag im Fehlerspeicher und eine Meldung im Kombiinstrument. Von unplausiblen Werten spricht man eigentlich nur, wenn man denkt, der Sensorwert ist falsch. Dann wird aber im Fehlerspeicher der unplausible Wert und die Diagnose dazu eingetragen, im anderen Fall die Grenzwertverletzung. Das sind unterschiedliche Dinge.

    Die App-Anzeige schwankt stark und ist daher nur ein grober Anhaltswert. Als bei mir das erste Mal die Warnung „Füllstand niedrig“ kam, zeigte die App nach Motor abstellen 10 % an. Nach Einfüllen von 5 l zunächst bei Zündung an immer noch „Füllstand niedrig“, das ging dann aber nach kurzer Fahrt weg. Die App zeigte dann wieder 90 %. Eine der beiden Zahlen oder beide sind falsch, aber was soll‘s. Wenn die Warnung kommt, muss man eben 5 l Adblue besorgen und reintanken, dann ist das Auto wieder längere Zeit zufrieden.

    Ich hatte diesen Abschnitt von Mazda so verstanden, dass das Steuergerät „während des internen Selbsttests eine Überlastung bei der Ansteuerung feststellt“. Bei sich selbst.


    Vielleicht ist das aber auch eine missverständliche Formulierung und es ist doch einfach eine Überlastung des Kühlsystems gemeint.

    FRX

    Da hast du bestimmt Recht mit.


    Das bedeutet dann wohl oder übel, dass man für sicheren (problemlosen) Anhängerbetrieb unter allen Bedingungen mit 2-Tonnen-Anhängern „echte“ Nutzfahrzeuge wie z.B.. Transporter in Sprinter-Größe, Pick-Ups und/oder Fahrzeuge mit 3,5 Tonnen Anhängelast benötigt, damit das auch bei 35-40 Grad C noch alles gut funktioniert.


    Ich hatte einen Pick-Up als preislich ähnliche Alternative überlegt, aber die haben im Alltag einige Nachteile und haben teils auch ihre Probleme mit den SCR-Systemen und der komplexen Elektronik.

    Man muss das positiv sehen. Bevor Wasser/Öl überhitzt, wird es dem Steuergerät zu warm. Das wird erkannt und Notlauf wird ausgelöst. Ironiemodus wieder aus.


    Ich muss gestehen, diese Variante von Derating/Kochschutz/Hitzekorrektur war mir nicht bekannt….


    Irgendwie fehlen mir dafür die Worte, wenn das wirklich so ist.


    Weiß jemand, wo das Steuergerät sitzt? Vielleicht kann man an der Kühlungssituation was verbessern, ohne Garantieverlust zu riskieren?


    Es grüßt ein perplexer Sommerferien-Anhänger-Zieher,

    Klosterjupp

    Winki und Dietmar,


    Ich hatte bislang mit diesen Reifendrucksensoren nichts zu tun. Muss man die mitbringen, wenn man auf vorhandene Felgen neue Reifen aufziehen lässt? Ich hätte gedacht, Reifendienste haben die da und codieren die ggf. Für das Auto. Oder bestellt ihr die selber, um Geld zu sparen? Oder sind Reifendienste oft überfordert, korrekt zu kodieren?

    Warum bestellt ihr selber die Sensoren?


    Grüße aus Schweden,

    Klosterjupp