Beiträge von Klosterjupp

    Dietmar

    Der von dir beschriebene Klappentest wird mit allen emissionsrelevanten Klappen/Ventilen so gemacht, also auch AGR-Klappen/Ventile und Drosselklappe. Bist du sicher, dass es bei der Kühlerjalousie nicht anders herum ist, dass also die Jalousie im Fehlerfall offen ist? Wenn sie geschlossen ist, bekommt der Kühler doch (gewollt) keine/wenig Luft. Dann würde das Auto relativ schnell thermische Probleme bekommen. Wenn das tatsächlich so ist, sollte auch eine Leistungsbegrenzung kommen und die MIL angehen.

    Ich fände es erstaunlich, wenn die Japaner so etwas machen würden?! Aber möglich ist bekanntlich fast alles und du wirst es dir genau angeschaut haben ...


    Jedenfalls werde ich ein aufmerksames Auge auf die Öltemperatur haben und berichten, wenn der Wohnwagen in den Sommerferien nach Schweden gezogen wird.

    Wenn Mazda tatsächlich bei 120° C Öltemperatur anfangen würde, Leistung zu reduzieren, fände ich das nicht gut. Ich möchte als Kunde nicht vor Alterung des Öls geschützt werden, sondern möchte ein Auto, was möglichst immer normale Leistung hat. Erst wenn es akut wird, sollte Leistungsabzug bedatet werden. Wenn man in Temperaturen hineinfährt, wo das Öl anfängt, zu verschleißen, sollte sich das im Ölwechselintervall niederschlagen (so wie auch viel Kurzstreckenverkehr). Es ist ja nicht so, dass das Öl bei 130 oder 140 °C innerhalb kurzer Zeit zum Motorschaden führt. Aber man sollte es nach einer solchen Belastung relativ bald tauschen. Ich hätte kein Problem damit, wenn die angezeigten Wechselintervalle in der App dann ggf. stark runtergerechnet werden mit einem Hinweis auf "schweren Betrieb".


    Aber wer weiß schon, was der wahre Grund für die Anzeige ist. Vielleicht ist tatsächlich das Thermomanagement des Motors oder Getriebes überfordert bei Hängerbetrieb und die in der OBD angezeigten 120 °C sind nur die Spitze des Eisberges.

    Das wäre allerdings eine schlechte Nachricht für alle, die sich so ein Auto unter anderem wegen der Anhängelast gekauft haben (wie mich...). Dann wären Ranger, D-Max, Amarok, Touareg, X5, GLE etc.pp. doch die bessere Wahl gewesen ...


    Dietmar : wenn die Kühlerjalousie nicht öffnet, muss im Motor-SG ein Fehlereintrag sein. Das sollte ein Händler sofort sehen. Das scheint bei Alex.G aber nicht eingetragen gewesen zu sein.


    Es gibt viele Hersteller, die so eine Jalousie aus gutem Grund nicht einbauen. Theoretisch (und auch praktisch) bringen die leichte Vorteile bei Warmlauf und cW-Wert. In der Praxis sind sie ein Riesenmist, wenn die Mechanik und Aktuatorik nicht lange lebt und Probleme macht.


    Grüße vom Klosterjupp,

    ich hoffe, es wird bald wieder kühler!

    Frage zum AT-Fühler:

    Bin heute mit Anzeige 26 Grad aus einer Tiefgarage gefahren, AT war 33 Grad. Ist es normal, dass es ca. 30-35 Minuten dauert, bis der AT-Fühler dann doch mal die korrekte AT misst und zur Anzeige bringt?

    Bisher ist mir nichts aufgefallen, werde aber mal drauf achten, was das Auto macht, wenn es in der Garage deutlich kälter/wärmer ist als draußen. Abgesehen von der Position des T-Fühlers spielt dabei auch die Software eine Rolle. Ich hatte mal einen Aygo von 2019, der wartete bei solchen Sprüngen (Garage 8 °C bei Zündung an, draußen aber unter 0 °C) reproduzierbar immer ca. 2 Minuten mit der Anzeige des Sensorwertes. Bei Erreichen dieser Zeit sprang dann die Anzeige von den 8 C hart runter auf z.B. -3 °C, während ich schon zwei Minuten bei winterlichen Bedingungen unterwegs war. Das war ganz klar Software und keine ungünstige Positionierung des Sensors. Einmal in Fahrt, wo sich die Temperature selten so schnell ändern, war alles gut. Ich hoffe, die CXen haben so etwas nicht in der Software des Außentemperatursensors.


    Dietmar , gab es bei dir auch so einen harten Sprung oder kroch der Wert einfach langsam über eine halbe Stunde von den 26° auf die 33° hoch?

    Die Fahrgestellnummer ist das wichtige Kriterium. Wichtige Softwareänderungen (oft sind es auch nur Parametrierungsänderungen/Datensatzänderungen, bei denen die Software nicht angefasst wird) können auch zwischen Modelljahrwechseln einfliessen. Auch wenn die Dame kompetent wirkte, so eine Aussage kann stimmen, muss aber nicht.

    Am Ende wird die Dokumentation beim Hersteller auf die Fahrgestellnummer, im Englischen „VIN“ bezogen.

    Bei dieser Definition von Normalbetrieb ist ein Diesel der falsche Motor, wenn man sich selber in dem Szenario befindet.

    Das galt aber vor 25 Jahren auch schon, allerdings gab es noch wenig Probleme, weil DPFs da gerade erst in den Markt gingen.

    Die bewusste Falschanzeige der Wassertemperatur kam meiner Erinnerung nach in den 90er in Mode. Man wollte die Kunden nicht damit „verunsichern“, dass sich diese Temperatur in der Realität ständig in einem gewissen Bereich bewegt und im Sommer im Schnitt höher ist als im Winter. Das verstehen viele nicht und denken, es stimmt was mit dem Motor nicht.

    Ehrlich gesagt, würde ich auch keine Wette eingehen, ob die uns in den CXen angezeigte Öltemperatur stimmt. Man wird halt irgendwann misstrauisch.

    Hallo zusammen,

    Ich kam leider ein paar Tage nicht zum Schreiben, jetzt geht es aber gerade:


    Dietmar: ein paar Kommentare zu deinem letzten Beitrag:

    - Öltemperatur 110 Grad habe ich bereits bei ca. 20 Grad außen bergauf mit Wohnwagen gesehen. Mehr geht bestimmt, da die Temperatur außen noch moderat und der Berg noch mäßig lang und steil war. Aber ich bin bei Dir, das Kühlsystem scheint gut zu funktionieren, ich hätte mit mehr Öltemperatur gerechnet.

    - mindestens seit den TDIs haben Diesel im Winter bei Stadtverkehr oder langsamer Fahrt Überland ein Problem, warm zu werden bzw. zu bleiben, wenn die Heizung voll gefordert wird. Das sie NIE Betriebstemperatur erreichen, ist natürlich übertrieben. Im Sommer benötigen sie schon den Kühler…

    - bei der Mischreibung muss ich widersprechen: jeder Startvorgang aus Drehzahl „0“ hat Mischreibung. Um die häufige Mischreibung durch Start-Stop beherrschen zu können, werden Polymer-beschichtete Lager verbaut, die das länger aushalten. Da die Lebensdaueranforderung in keinem mir bekannten PKW-Entwicklungsprojekt über 250000 km liegt (meist deutlich drunter), muss jeder selber entscheiden, wie er mit Start-Stop (I-Stop) umgeht. Wer das Auto nur 100000 km fahren will, kann es guten Gewissens anlassen.

    - Verkokung: der CX60/80 hat einen geringen Adblue-Verbrauch. Das bedeutet, der Motor hat vergleichsweise niedrige NOx-Rohemissionen. Dadurch entsteht für Brennverfahrensentwickler eine sehr schwierige Aufgabe, die bei einer eher kleinen Diesel-Entwicklungsmannschaft wie bei Mazda dazu führt, dass die Düsenspezifikation bezüglich Konizität, Verrundungsradien, Lochdurchmesser eher in Richtung besserer Emissionen als bessere Verkokungsresistenz geht. Wenn die Not groß ist, ist das verlockend. Ich würde also nicht davon ausgehen, dass der große Diesel hier viel besser ist als frühere Motoren von Mazda. Wer Premium-Kraftstoffe tankt oder gute Dieseladditive mit Reinigungskomponenten nutzt, kann das Problem jedoch etwas mildern.


    Grüße,

    Klosterjupp

    Das schaue ich mir nochmal an. Das Video hatte ich zwar mal gesehen, aber nicht im Kopf, dass es dort eine elektrische ÖlPumpe gibt. Die wird aber sehr wahrscheinlich nur das Getriebe versorgen, wenn die Eingangswelle beim Segeln steht. Mal sehen, was Herr Schuster im Video dazu sagt.

    Ja, da sehe ich auch ein Risiko. Ich hoffe, dass I-Stop in einer solchen Situation den Motor nicht stoppt. Oder hat der Motor eine kleine zusätzliche elektrische ÖlPumpe, die dann nachläuft und den Turbo kühlt? Kann ich mir wg. der Kosten nicht vorstellen, wäre aber möglich. Vielleicht weiß das jemand hier.

    Bevor es jemand schreibt: mir ist klar, dass die Strömung im Motorraum viel geringer ist als die Fahrzeuggeschwindigkeit. Natürlich geht kein Wind mit 200 da durch. Aber die Strömung im Motorraum und die des Fahrzeugs korrelieren. Das war gemeint.