Beiträge von CH-60

    Wenn ich aber mit ca. 5 L Benzin im Mix fahre, wäre das ein akzeptabler Kompromiss.

    Das wirst Du bei Deinem täglichen Profil in jedem Fall schaffen. Der 50% Autobahnanteil täglich "saugt" natürlich beim Akku, darum täte ich vor der Auffahrt auf die AB dann zuhause schon im Verbrenner starten, dass der dann nicht plötzlich erst bei 130 km/h dazu kommt und gleich hoch drehen muss.
    Welchen Modus soll man für dieses "Warmfahren" nehmen? Da scheiden sich hierdrin die Geister. Die einen schwören auf die Charge-Taste im Normal/Hybrid, andere Off-Road, andere Sport.
    Wenn ich zum Bootsplatz fahre, sind das hin und zurück ca. 100 km, davon 60 km Autobahn. Bei ca. 4 km bin ich auf der Auffahrt zur Autobahn, nach ca. 15 km habe ich ca. 85 Grad Oeltemperatur und ich gehe vom Charge in den Hybrid. Ab der AB sind's dann nochmals ca. 15 km Überland. Bei der Rückkehr habe ich im Hybrid (EV nicht priorisiert) immer noch ca. 3 km Restreichweite angezeigt, d.h. ca. 10% Batteriekapaziät. Die 15 km "warmfahren" sind leider zu kurz, um zu eruieren, ob nun der Verbrauch im Hybrid/Charge oder OffRoad oder Sport höher ist. Aber in jedem Fall liegt der Verbrauch so effektiv bei weniger als 5 Litern, das sehe ich am Tankinhalt. Auf den im Cockpit angezeigten Durchschnittsverbrauch kann man bei dieser Strecke dann leider nicht gehen. Habe den Tankinhalt drum beim OBD2 ausgelesen.
    Bei der Fahrt ins Revier nach Kroatien (nur Tankstopps, Charge-Taste nur wenn's bergab geht), liegt der Verbrauch dann bei 7,9 Litern. Was dann auch stimmt, nach ca. 500 km kommt dann meist die erste orangene "Reserve-Anzeige".

    Wie Du schreibst: "Reichweitenangst" ist beim PHEV nicht gegeben. Und, ganz ehrlich, dass ich auf Langstrecke beim Diesel eine höhere Reichweite hätte, ist bei uns eher irrelevant, da nach max. 3 Stunden Fahrt / 400 km eher die volle Blase der Passagiere als ein leerer Tank nach einer Pause schreit.


    Der Arbeitsweg ist grenzwertig , insbesondere mit dem AB - Anteil. Im Winter wirst du das kaum schaffen - auch mit nachladen in der Firma nicht. Nur so ein Gedanke!

    War auch mein erster Gedanke - Aber: kann der Wagen im Winter vorgeheizt werden und bleibt derweil an der Box und lädt nach, hat er weniger elektrischen Verbrauch fürs Heizen. Das ist ja - nebst der geringeren Speicherkapazität des Akkus - der grosse Stromfresser. bei Minusgraden habe ich da schon mal 33 KWh, im Sommer derweil eher 23 KWh Verbrauch. Steht er gar zuhause beim Laden auch noch in einer beheizten Garage statt draussen, dürfte es sich auch im Winter ausgehen.

    Zur Batterieleistung. Meiner ist 06/23 zugelassen knapp zwei Jahre also, zu gut 75% der Fahrleistung von 25 TKM rein elektrisch gelaufen, die Batterie hat immer noch einen SOH Wert von 95 %. Was ich ordentlich finde, denn ich lade praktisch jeden Tag. Im Sommer liegen bei mir bis zu 65 km rein elektrisch drin, im Winter bei Minusgraden auch mal nur 35 km.

    Hier zur Batteriepflege
    PHEV - Batteriepflege


    Autobahn: da würde ich jedoch nicht erst im EV starten und die Batterie runterleeren, sondern direkt im "Normal" aka Hybrid-Modus. Meine Reichweite da, mit Tempos um die 130 km/h, liegt bei ca. 600 km.


    Für die Batterie würde ich, wie schon von den Kollegen vorgeschlagen, den SoH Wert checken.


    Wummern: da gibt es einen Thread für. Bei einigen hat das Wechseln der Kardanwelle geholfen. Kurioserweise gibt es auch da Leute wie mich, deren Wagen bislang davon verschont blieben.

    Unterschiede gibt es doch noch:

    der Diesel hat seine Peak- und Nennleistung vom ersten bis zum letzten Tropfen Krafststoff. Der E-Motor hat die Peakleistung ein paar Sekunden und dan wars das erstmal.


    https://www.autozeitung.de/pea…istung-e-auto-204853.html

    Eine ziemlich akademische Betrachtung. Denn, steht so auch im Bericht, "Peak" braucht auch der Verbrenner nur kurze Zeit. Und dass ein PHEV eben nicht mit einem EV gleichgesetzt werden kann, kommt noch hinzu ....
    Aber schon spannend, wie die Diesel-Fraktion hier in diesem Thread, wo es um PHEV Verbrauch geht, eifrig für den Diesel missionieren will. Kommt mir vor wie Veganer, die mir mein Steak madig machen wollen ... :D

    CaptainSlow auf den ersten 15 km kann ich den Mehrverbrauch vernachlässigen. 80% Lagegrenze sind auch bei mir fix drin, aber bei jedem Start des Charge-Modus fragt er ob man das Ziel erhöhen wolle. Ansonsten nutze ich den charge Modus einzig, wenn es auf Strecke bergab geht.

    3literauto Am Ostermontag habe ich das erste Mal seit 10. Januar wieder getankt, 39 Liter. Ansonsten bin ich so unterwegs, wie die PHEV konzipiert sind. Zur Arbeit rein elektrisch. Tagtäglich flüsterleises und stressfreies Starten, Anfahren, Dahingleiten. Auf Strecke ein kerniger Antrieb, extrem bissig mit genauso viel Drehmoment (550 Nm) wie der Diesel. Dann hat der Wagen dank E-Boost einen Durchzug zum Zungenschnalzen.

    Ist‘s im Winter kalt, des Morgens oder abends vor Heimfahrt via App ein wohlig warmes Auto, enteiste Scheiben einstellen. Im Sommer frische 21 Grad, statt Hitzeschock beim Einsteigen.

    Im Mix Winter/Sommer liegt der Verbrauch bei 28 KWh. Strompreis Niedertarif (Habe keine PV) bei 0.28 - wobei ich im Geschäft gratis an die Dose gehe. Geht‘s ins Revier nach Kroatien, bescheidene 7,9 l/100 km. Ohne dass ich an einer Ladesäule Zeit verlieren müsste.


    Kurzum: der PHEV bietet mir das Beste aus zwei Welten.