Wenn es so steil ist, daß man bestimmte Helferleins braucht (z.B. 15% Gefälle), dann schafft das eine Motorbremse alleine nicht mehr.
Das ist schon klar, dass ich dann zusätzlich die Radbremse brauche, damit ich nicht immer schneller werde und die Drehzahl oben raus geht.
Das blöde ist eben der Überraschungseffekt, wenn man mit Motorbremse und etwas Radbremse eigentlich gerade die für das Gefälle passende Mischung gefunden hat, und dann rausch die Fuhre wieder nach vorne, weil wegen Hochschalten die Motorbremse plötzlich fehlt und man dann wieder kräftig in die Eisen muss, um den Koffer einzufangen.
Dass die neuen Autos mit Doppelkupplung oder Automat und den ganzen Spritsparanpassungen heute am Berg nichts mehr halten, ist mir schon klar. Mein vorheriger Citroen C5 mit Automatik hatte vermutlich deswegen eine Anhängelast von 1300kg, weil er nicht mehr gebremst bekam, weniger als die A-Klasse meiner Eltern. Aber wenn ich mit meinem W124 E420 die Automatik auf den 3. Gang begrenze, oder an engen steilen Strecken sogar auf den 2. dann fahre ich den komplett mit dem Gaspedal, damit er bergab nicht zu langsam wird - klar, der Getriebeölkühler freut sich und mein Mechaniker bekommt Schnappatmung, aber das war eben noch eine Motorbremse. Damit macht es im Schwarzwald auch bergab ganz entspannt Freude. Den Berg hoch machen alle meinen Autos großen Spaß, bergab nur der Mercedes.