Der CX 60 hat keine Doppelkupplung, sondern eine einfache Mehrscheibenkupplung im Ölbad.
Hallo Rainer,
danke für den Hinweis, aber jetzt muss ich meine Gedanken doch kurz sortieren,...
- Mehrscheiben- / Lamellen-Kupplung beschreibt den Aufbau der Kupplung selbst. Hatte ich ja auch so benannt. Das kann klassisch eine einzelne Scheibe sein, oder eben ein Paket aus Scheiben, das sie Kräfte besser verteilt.
- Doppelkupplung braucht man, um mit sequenzeillem Schaltgetriebe unterbrechungsfrei von einem Gang in den nächsten zu schalten.
Richtig: Und an dem Punkt hat der Mazda kein sequenzielles Schaltgetriebe, sondern eine Automatik, braucht also keine Doppelkupplung, sondern nur eine Trennkupplung zum Motor.
Ich hab' das jetzt auch mal mit der Google-KI diskutiert (ob die Kupplung beim Gangwechsel zu bleibt), wofür sie sehr umfangreich auf Mazda als Quelle zurückgegriffen hat:
Das 8-Stufen-Getriebe von Mazda ist trotz des Verzichts auf einen Drehmomentwandler im Kern ein klassisches Planetengetriebe. Das bedeutet, dass der eigentliche Gangwechsel völlig anders abläuft als bei einem manuellen Schaltgetriebe oder einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG)
Wie das Schalten beim Mazda CX-60 funktioniert
- Die Getriebestruktur: Im Inneren des Getriebes befinden sich mehrere Planetenradsätze sowie interne Kupplungs- und Bremspakete.
- Der Schaltvorgang: Wenn das Getriebe vom 2. in den 3. Gang schaltet, wird dieser Wechsel rein intern vollzogen. Ein internes Kupplungselement öffnet sich, während ein anderes gleichzeitig und überschneidend schließt (sogenannte Überschneidungsschaltung).
- Die Rolle der Lamellenkupplung: Die nasse Mehrscheiben-Eingangskupplung (die den Wandler ersetzt) sitzt ganz vorne am Getriebeeingang. Sie bleibt während des normalen Gangwechsels geschlossen, um einen permanenten, direkten Kraftschluss ohne Leistungsunterbrechung zu garantieren.
Wofür wird die Eingangskupplung stattdessen benötigt?
Die große Lamellenkupplung am Getriebeeingang übernimmt primär drei Aufgaben:
- Das Anfahren: Sie schleift kontrolliert beim Losfahren aus dem Stand (wie die Kupplung beim normalen Schaltwagen).
- Der Stopp: Sie trennt den Motor im Stillstand, damit er nicht abwürgt.
- Der Hybrid-Modus: Bei den PHEV- und Mildhybrid-Versionen trennt diese Kupplung den Verbrennungsmotor komplett ab, wenn das Auto rein elektrisch fährt.
Zusammenfassung: Die große Eingangskupplung bleibt beim Schalten zu. Der Gangwechsel wird materialschonend und schnell über die internen Schaltelemente der Planetenradsätze abgewickelt.
Nachklapp: Für mich war schon interessant, ob die Kupplung beim Gangwechsel des Automatikgetriebes schleift oder zu bleibt? Andere Referenzen gibt es dafür ja keine.
Bei einigen Wandlern macht wohl auch die (mit der geschlossenen Kupplung vergleichbare) Wandlerüberbrückung auf, so dass der Wandler beim Gangwechsel des Automatikgetriebes die Schaltstöße abfängt. Das wäre widerum mit einer schleifenden Kupplung vergleichbar. Aber dafür gibt es beim Mazda wohl "interne" Kupplungs- und Bremselemente, so dass die Hauptkupplung zu bleiben kann.
Bei meinem Kleinwagen-Kauf stand ich vor der Wahl Opel/PSA mit Aisin-Wandlerautomatik oder VW-Konzern mit DKG... Da wurde es auch der Wandler im Corsa. Bekommt mit den Jahren zwar immer längere Bedenkzeit, bis er reagiert, aber ist mir auch lieber. Sonst nie Probleme mit Wanlder gehabt.