Diesel oder PHEV?

  • Hab meinen zwar erst wenige Wochen, aber ein Knarren oder Brummen gibt's (noch) nicht ... außer den Sportauspuff, der brummt natürlich ein wenig, aber das wollte ich so.

    Was mich aber irritiert, ist,, daß Du sagst, der Motor lädt die Batterie permanent nach. Das passiert bei mir nur, wenn ich die Ladefunktion aktiviere.

    Nö ist wie geschrieben ab Unterschreitung einer Mindesttemperatur bei mir immer so. Der Ladezustand wird dann immer so zwischen 25-35 gehalten ohne dass ich die Ladefunktion aktiviere. Auch habe ich die "Ladegrenze" auf das Minimum von 20% eingestellt. Er lädt definitiv immer höher. Auf das Prozent genau kann ich dir das nicht sagen. Sollte das ein "Problem" bei meinem Fahrzeug sein??

    🇦🇹 CX-60 PHEV | Homura Plus | Modell 2025 | Machine Grey | EZ 06/2025 | elektrische AHK | Marderschreck |

    Systemsoftware: 10010 | Gracenote & Navi: aktuell

  • Ich stand vor der gleichen Entscheidung und habe mich für den PHEV entschieden. Letztendlich habe ich mir meinen Farbprofil ganz genau angeschaut, was sich auch relativ gut mit deinem deckt, und bin zu folgendem Schluss gekommen.

    Ich fahre circa 26 km einfach in die Firma, dort kann ich kostenlos laden. Diese schaffe ich bei über 10° Außentemperatur locker, auch im Winter, ohne ein Verkehrshindernis zu sein. Bei unter 10° springt der Motor mal für 2-3 km auf der Autobahn an. Das könnte ich vermeiden, wenn ich mich hinter einen LKW hänge, das möchte ich aber nicht immer.


    Zu Hause lade ich an einem mobilen Ladegerät mit 8 A an einer Außensteckdose. Immer auf 100%. Das funktioniert tadellos, ohne dass irgendetwas warm wird. Im Sommer werde ich wahrscheinlich auf nur noch 80 % laden, was auch für diese Strecke zur Arbeit reichen sollte. Damit habe ich einen guten Kompromiss hinsichtlich Reichweite und Schonung der Batterie. Auf die Batterie habe ich acht Jahre Garantie. Ob ich das Fahrzeug überhaupt so lange fahren werde, weiß ich nicht. Und selbst wenn du dann nur noch 70 % Akkukapazität hast, heißt das nicht, dass du gar nicht mehr elektrisch fahren kannst, sondern dass der Spritverbrauch zunimmt.


    Ein weiterer Grund für den PHEV war für mich, dass ich das Fahrzeug aus der Ferne klimatisieren kann. Ich habe somit eine eingebaute Standheizung und Lüftung.


    Meine Händler meinte zu mir, dass sich ein Diesel erst ab 40km einfacher Strecke lohnt. Man liest verschiedene Werte. Da ich oft auch nur mal 10km fahre, war mir das zu heikel hinsichtlich AGR Ventil und der Verkokung.


    Mein nächstes Auto wird vermutlich ein reines e-Auto. Ich hoffe Mazda legt einen vollelektrischen CX-60 nach.

    CX-60 PHEV Homura COSO + AHK (nachträglich), EZ September 2023, gebraucht gekauft November 2025.

  • Hi - zum Thema "lädt nach": ist tatsächlich so, dass er bei sehr tiefen Temperaturen (Minusgrade) erstmal auf 34 % lädt, auch ohne Ladetaste. Danach allerdings fährt er im "Hybrid-Modus", d.h. er benimmt sich wie ein Mildhybrid. Segelt immer mal wieder, lädt durch Rekuperation. Ab da gibt's also keinen Mehrverbrauch mehr durchs Laden. Daher lade ich nachts auf 40%, da kann ich morgens vorwärmen und habe trotzdem keinen Mehrverbrauch, wenn ich losfahre. Im Geschäft lade ich dann den Tag durch auf 100%.


    Aktuell (Minusgrade) habe ich einen E-Verbrauch von 31,5 KWh/100 km. Wobei die Rechweite bei 34 km liegt. Bekanntlich nimmt die Akkukapaziät bei kalten Temperaturen ab.
    Der reine Benzin-Verbrauch auf 100km liegt bei mir, Urlaubsfahrt ohne E-Laden, bei 7,9 Litern. (Long-Range ins Revier Kroatien, d.h. 95% Autobahn mit 130+ Tempomat :saint:
    An den reinen Sommertagen liegt mein E-Verbrauch dann bei ca. 22,5 KWh/100 km. Ich komme da tatsächlich auf 60 - 65 km Reichweite. (Habe übrigens keine PV, da Haus gemietet).


    Im Daily bin ich also des Sommers rein elektrisch, im Winter einen Arbeitsweg im Hybrid-Mix unterwegs, einen rein elektrisch. Nach mittlerweile mehr als 2,5 Jahren Nutzung ist der SoH immer noch bei 94%. > das Mazda-Batteriemanagement lässt übrigens gar nicht mehr als eine Ladung bis zu diesen 94% zu. D.h. wenn er in der App 100% anzeigt, sind's effektiv 94%, die er zulässt. Ebenso wie auch eine Tiefentladung verhindert wird, d.h. im Sommer ist bei Anzeige 0km immer noch eine Restkapazität von 8% drin, wo er dann im "Mild-Hybrid-Modus" unterwegs ist. Ich denke, die Batteriegarantie von 75 % in 8 Jahren wird der Wagen in jedem Fall erreichen.


    Ich weiss nicht, inwiefern diese Angaben dem Fragesteller helfen. Keine Lademöglichkeit zuhause = Laternenparker? Oder doch eine Steckdose in der Garage? Besteht bspw. beim Einkauf oder in der Umgebung die Möglichkeit, relativ günstig an einer Säule zu laden? Dann täte ich in jedem Fall zum PHEV tendieren. Ob die DPF-Reinigung beim Diesel (ebenfalls Mehrverbrauch) bei geringen Laufleistungen und viel Kurzstrecke öfters startet, müsste wer aus der Dieselfraktion beantworten.

    "man darf ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe" (Walter Röhrl)


    SchweizCX-60 PHEV, Takumi, alle Optionen, Rhodium White - Prod. 04/2023, SW 14024, Gracenote: 1.1.1.03392_EU, Navi: EU/RUSSIA 2025 Q4

  • ...

    Mein nächstes Auto wird vermutlich ein reines e-Auto. Ich hoffe Mazda legt einen vollelektrischen CX-60 nach.

    Dieses Jahr soll der CX-6e kommen, also die SUV-Variante des 6e. Optisch geht er auch in diese Richtung. Aber innen finde ich ihn genauso unpraktisch wie den 6e. Daß alles über einen Bildschirm geht, mag ich gar nicht.

    Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald, Martin


    Mazda CX-60 PHEV Homura Plus 2025, Platinum Quarz, AHK, Edelstahl Sportauspuff, Koni-Dämpfer mit Tieferlegungsfedern, 30mm Spurverbreiterung

  • Bei 22 km täglichem Arbeitsweg kann ich mir den Diesel schon eher als halbwegs sinnvolle Entscheidung vorstellen. Bei meinen nur 10 km ist das aus Erfahrung totaler Nonsens.

    Auch zuhause nicht laden können lässt viele Vorteile des PHEV einfach verpuffen.


    Allerdings sollte man vielleicht folgende PHEV Goodies trotzdem nicht unerwähnt lassen:


    - die VIEL geringere Steuer entschädigt durchaus für den einen oder anderen Liter Mehrverbrauch über das Jahr

    - auch mit permanent gleichbleibendem Akkustand (Charge-Mode oder Akku leer) lässt sich das Auto durchaus mit 6 - 7 Liter (Überland) bzw. 7 - 9 Liter (Autobahn) bewegen.

    - Die serienmäßige Standheizung ist gerade für Laternenparker ein Geschenk des Himmels

    - die meiste Zeit ist auch der Vierzylinder sehr leise und laufruhig, möchte sogar sagen leiser als der Diesel

    - der 2,5 Liter eSkyactive G Motor hat hat sich über viele Jahre bereits einen hervorragenden Ruf erarbeitet

    - Kein Partikelfilter, kein Turbolader: Schon zwei Dinge weniger, die auf lange Sicht früher oder später immer teure Reparaturen verursachen

    - der Benziner kommt schneller auf Temperatur, vor allem wenn er auf den ersten Metern die Batterie wieder ein paar % anheben muss

    - auch ohne den Akku zu verbrauchen funktioniert das Auto sehr gut als Vollhybrid und kann überraschend oft elektrisch fahren

    - ein "E" im Kennzeichen verschafft manches Mal Vorteile beim Parken und auch in der sozialen Akzeptanz vieler "Dieselpanzer-Hasser"

    - Dinge wie "kalter Motor springt plötzlich unerwartet an" lassen sich als Fahrer einwandfrei kontrollieren und somit auch vermeiden. Meist sind das Ammenmärchen, oder stammen von Leuten, die die Technik nur von einer kurzen Probefahrt kennen.

    Viele grüße, Marc

    CX-60 PHEV in der Farbe der Liebe <3

    Alle Pakete, Pano, AHK / Bestellt am 29.12.2023, Prod. 21.03.2024, EZ 21.06.24

    XPEL Lackschutz-Teilfolierung / RONAL 8,5 x20 ET 40 mit Michelin CrossClimate 2 SUV 235/50 R20 / KONIs seit 07.2025

    Reines Privatfahrzeug! Kein Leasing. 17.000 km / Jahr, mehrheitlich elektrisch unterwegs. Wallbox und Garage vorhanden.

  • Erstmal herzlichen Dank für die ganzen Rückmeldungen.


    Es spricht vieles für und gegen die beiden Modelle.


    Den PHEV könnte ich in meiner Tiefgarage über Umwege über eine 230v Steckdose laden. Die Steuer die man spart ist auch noch positiv. Verkorkung und agr stehen der Hybrid Technik entgegen.


    Der Diesel ist natürlich einfach deutlich sparsamer. Und ich fahre aktuell diesel. Meine sorge wäre nur, dass die 22km zu wenig wären, dass alles auf Betriebstemperatur kommt. Ansonsten ist ein so sparsamer 6 Zylinder ein Traum.


    Ich glaube ich muss beide nochmal ausgiebig testen und dann mein Herz entscheiden lassen.


    Grüße und einen schönen Abend

  • warum sollen dem Diesel 22 Kilometer nicht ausreichen zum warmwerden? Die Strecke ist doch super oder fährst Du die 22 Kilometer nur in der Stadt mit 30- 50 Km/h?

    Ich habe sogar weniger Wegstrecke, und trotz eigener Photovoltaik auf dem Dach, würde immer wieder zum 6 Zylinder greifen. Elektrogedöns muss ich noch früh genug fahren.

    Mach Dir nicht so viele Gedanken.

    🇩🇪 CX-60 Homura 254 Diesel (gekauft) |🐣 11.2023 |🏁 07.2024 | Jet Black | Convenience & Sound | Panorama | Connect Softwarestand 14024 | 🛞 Michelin CrossClimate2 235/50 R20 I Mazda AHK

  • Hier ist meine kurze Erfahrung als PHEV-Fahrer:

    + Im Sommer passen Reichweite und Verbrauch sehr gut. Vor allem Landstraße.

    + Laufruhig.

    + Zumindest in Österreich hat der PHEV gegenüber dem Diesel einen großen Kostenvorteil bei der Steuer (macht monatlich fast eine Tankfüllung aus).

    + Standheizung und Standkühlung vorhanden.

    + Mit einer PV-Anlage zu Hause lädt man günstig und ist dadurch extrem preiswert unterwegs.

    + Leistung im Überfluss 😎

    >– solange die Batterie halbwegs geladen ist. Bei langen Bergauffahrten (besonders mit Wohnwagen) kann diese jedoch ordentlich in die Knie gehen.

    - Hoher elektrischer Verbrauch sowie hoher Benzinverbrauch im Winter. ( besonders Kurzstrecke )

    - Hoher Verbrauch auf der Autobahn, wenn die Batterie leer ist (außer man fährt diszipliniert 130 km/h).

    - Die Reichweite mit Wohnwagen ( 1500Kg ) ist im Vergleich zum Diesel unterirdisch.

  • Ich werde mich für den PHEV entscheiden, obwohl ich noch nichtmal zuhause laden kann. Einfach weil sich der Diesel bei meiner Fahrleistung von 10.000km pro Jahr nicht lohnt. Den Aufpreis bei Anschaffung plus höhere KFZ-Steuer kann ich niemals ausgleichen. Leider gibt es keinen reinen Benziner, sonst würde ich den nehmen.


    Dazu die weiter oben bereits genannten Benefits, auch dass man mal elektrisch in die Garage und aus dem Wohngebiet fahren kann.

  • Also beim Diesel kann man sich als Fahrer einfach dumm stellen... Fährt wie jedes Auto bisher auch. Tankdeckel auf, Diesel rein, fährt. Dann kann man vielleicht über Additive und Premium-Sprit diskutieren.


    Beim PHEV taucht man dann in die Welt der "Elektriker" ein, wo Ladestrategie, Ladeeinstellungen, Fahrprogramme, Smartphone-App, Ladekarten- und -tarife, ... relevant werden. Ich kann den PHEV nur anhand der Diskussionen hier im Forum bewerten, aber das wäre mir alles zu nervig (und habe auch keine PV-Anlage zum billig laden). Auch wenn ich elektrisch Fahren schon cool finde. Hält mich ab, wie Wohnmobilurlaub, bei dem ich viele tolle Erlebnisse haben kann, aber mich auch laufend um allen Kram (Wasser/Abwasser/Entsorgung/Strom/...) selber kümmern muss, damit das Ding funktioniert.


    Nach 22km ins Büro ist die Kiste warm, ist also schon eine gute Strecke für einen Verbrenner. Ich liebe meinen Reihen-Sechser!

    CX-60 D 254 Takumi mit ziemlich allem drin, inkl. Panorama, AHK, Webasto Standheizung, KONI-Dämpfer und Pfft-Pfft-Pfft. Ezl. 07/2023 - Prod. 13.03.2023 - Connect 14018 (seit 09/2024)

    Ex-Citroen-C5 Tourer Fahrer. Sonst noch Opel Corsa 130PS und Mercedes-Benz W124 - der 3,3l 6-Zylinder ist mein sparsamstes Auto !