Die ganzen Angaben bei der elektrischen Reichweite sind eine Mogelpackung mit System - bei allen Herstellern!
Wie ist das möglich?
Hier meine Sichtweise - ohne Anspruch auf absolute Richtigkeit, aber es hat was dran! 
1. PHEV ist DIE mathematische Zauberformel für Hersteller um die gesetzlichen Vorgaben CO2 Strafsteuermässig zu erreichen:
- reine E-Fahrzeuge haben ja wundersam NULL CO2 und PHEV werden mit fantastischen 30-45 g angepriesen und verrechnet.
2. Egal wie gross oder gezielt kostensparend (für den Hersteller!) KLEIN der Akku ist: diese 30-45 g sind relevant gesetzlich akzeptiert.
3. Nur dieser theoretische, tiefe CO2 Wert ist die Messlatte, egal ob schon nach gefahrenen 500 m der Motor anspringt und als Benzingenerator die Batterie auflädt.
Nur mit E-Autos ist bei der momentanen tiefen Akzeptanz der Kunden die gesetzliche Durschnitts CO2 Grenze von 111 g/km (CH 2026) pro Fahrzeugsflotte/Hersteller nicht zu erreichen.
Lösung: PHEV mit kleinen Akkus und unrealistischen Reichweite-Angaben. Damit hat man mehrere Fliegen auf einen Schlag:
1. Umgehung von Strafsteuer - Millionen!
2. E-Autos mit kleinem Akku sind billiger, fahren so oder SO - eher SO mit Benzin und das Problem, die Einschränkung durch fehlende, eigene Lademöglichkeit ist elegant umfahren.
3. Der Kunde hat trotzdem das gute Gefühl damit elektrisch was für die Umwelt zu tun.
4. Sogar Geld sparen ist die ersten Betriebsjahre steuertechnisch nicht unerheblich - CH sogar mit meinem D254, weil Mildhybrid und unter 140 g/km CO2 und auch Privat!
5. Ein Jahrhundert lange Erfahrung mit dem Benzinverbrauch wird auf die unwissende Kundschaft elegant mit sparsamen kWh Angaben und Fantasie CO2 Werten werbemässig bestens bedient.
Die Liste könnte man noch beliebig fortsetzen, aber es reicht ja schon so.
Gestern war ich zu Besuch bei meinem Freund. Er hat jetzt einen tollen (ehrlich!) X1 ... 30e BMW 2026 und meinte, dass er trotz aller Freude leider schon beim Händler wegen der kleinen Reichweite reklamieren musste. "... der Händler meinte dann aber, dass ...."
Den Rest kann sich jeder denken wie er mag, für mich ist das etwa die gleiche Erfahrung, wie damals 2011, als die ersten brauchbaren E-MTB Bikes mit einem kleinen Akku die Freude durch die Frage: "komme ich mit dieser Akkuladung noch nach Hause?" schmälerte.
Meine Vermutung geht dahin, dass solange die technisch unwissende Kundschaft sich mit belegbaren falschen/übertriebenen Werbeversprechen und scheinbar unwiderstehlichen Leasing-Angeboten bei Stange halten lässt und zudem ja die Konkurrenz genauso handelt, das halt usus bleibt. Bitte nicht wundern, dass laut Statistik beim Nachfolge-Kauf wieder auf Benziner gesetzt wird.
Fazit: PHEV kleiner Akku = Benziner mit der Möglichkeit, den Nachbarn beim Losfahren lautlos zu beeindrucken und um die Ecke dann mit Benzin-Generator den Akku bei Laune halten.
Sorry, der musste sein! ggggg