Abnahme beim TÜV DEKRA GTÜ usw.

  • Wie aktuell im Fahrwerks-Thread besprochen und anschaulich unter #1409


    Fahrwerk (Hinterachse) - Fahrwerksoptimierung / Lösungen


    , gibt es ja immer mal erforderliche Abnahmen beim TÜV bzw. Eintragungen in den Fahrzeugpapieren für Umbauten oder sonstige Veränderungen am Fahrzeug.

    Dabei stellt sich die Frage, wie individuell ein Prüfer entscheiden kann, etwas ohne zusätzliche Maßnahme wie anschließende Vermessung etc. nicht zu genehmigen, obwohl der Hersteller dieses nur fordert, wenn dies nach dem Umbau auch wirklich Veränderungen mit sich bringt, die der Abhilfe bedürfen.

    Welche Möglichkeiten hat der Kunde, diese Prüfer-Entscheidungen zu überprüfen oder zu widersprechen?

    Man ist ja immer etwas in der Defensive, weil man selbst nicht so in den Themen drin steckt...

    Was meint Ihr dazu? Eure Erfahrungen? Eure Expertise? Danke vorab für gute Informationen.

    Viele Grüße aus Hessen 🇩🇪 , Martin

    CX60 Homura e-Skyactiv-D 254 | Machine Grey | Driver Assistance Paket | el. AHK | Mazda-Marderschutz |Convenience & Sound Paket | Mazda Original F-Dämpfer | Felge 20" Diamond Cut (SR) | Mazda Black Homura Felge 20" (WR)| 🐣 PD 30.11.23 |🚀 EZ 9/24 |📶Connect:14030|

  • Meine Erfahrungen mit diversen Umbauten und Eintragungen haben gezeigt, daß es sehr hilfreich ist,

    wenn man den Prüfer vorab mit ins Boot nimmt und den Umbau bespricht.

    Hier zeigt sich schnell, wer fachkundig und vor allem motiviert ist eine Eintragung auch zum Abschluss bringen zu wollen.

    Am Prüftermin selbst, gibt es dann für den Prüfer und den Kunden selbst kaum noch Stress und Unstimmigkeiten.

    Habe aber auch öfters Antworten bekommen, wie 'das geht gar nicht' und nach Durchsicht eines anderen Prüfers war es doch kein Problem.


    Für eine Eintragung für Fahrwerksfedern mit Teilegutachten sehe ich jetzt keine Notwendigkeit einer vorherigen Absprache...

    Viele Grüße Thorsten

    - MAZDA CX-60 HOMURA 3.3L e-SKYACTIV D 254 Machine Grey EZ: 11 / 2024 -

  • Da ich am Fahrzeug ohnehin nix selber schauben kann, geht der Dicke dazu sowieso in die Fachwerkstatt. Und dann ist es deren Aufgabe und Geschick mit dem Prüfer ihres Vertrauens eine Lösung zu finden. Die ist mal günstig, oder die Rechnung wird leider etwas teurer, weil noch xxx gemacht werden musste.


    Meine Erfahrung damit ist, auch bei meinen anderen Fahrzeugen, dass da vieles zwischen den Fachleuten (Meister/Prüfer) direkt geklärt werden kann und die Werkstatt aus früheren Umbauten auch schon weiß, was für die easy ist, was kniffelig ist und was gar nicht geht. Da verlassen sich die Prüfer schon mal auf die fachkundige Aussage des Meisters zu Toleranzen, Erfahrungen, ...


    Ich fahre meine H4 LED-Birnen für meinen Mercedes jetzt schon 1 Jahr im Kofferraum rum, weil mein Meister an der Zulassung der Birnen für die Valeo eingebunden war und es für meine Bosch keine Hoffnung gibt. Das wird auch kein Prüfer freizeichnen oder eintragen, weil es keine Herstellerfreigabe gibt, selbst wenn die Lampen beim Lichttest ein perfektes Streubild hätten. Und die Rennleitung sieht den Unterschied zwischen Halogen und LED eben sofort und muss nur nach der Nummer auf dem Scheinwerfer schauen. Achso, es gibt natürlich eine Lösung: Gutachten im Lichtkanal ab 20.000 €.


    Umbauten selbst beim TÜV/... eintragen lassen, wäre für mich der ungünstigste Fall, da die immer Nachweise, Gutachten, ... haben wollen. Im Idealfall finden die den Standardfall in ihrer eigenen Datenbank. Aber wenn die noch was brauchen, fängt man selbst an zu suchen. Und wer soll als Fachmann Grenzfälle einschätzen? Dann muss ICH seine Zweifel ausräumen? Wie? Mit Bescheinigungen, Gutachten, ... Wenn man Glück hat, hat er Erfahrung genau mit meinem Thema und er kann es selbst einschätzen. Aber die Zeiten von "mach's bisschen dicker, dann hält das schon" sind halt vorbei. Dafür sind die Autos zu komplex geworden. Und wenn er Angst hat, dass das Auto wegen fehlender Kalibrierung beim Versagen des Abstandstempomats oder der Notbremsfunktion einen Unfall verursachen könnte, wird's halt doof.


    Daher kann ich verstehen, wenn ein Prüfer sich strikt an sein Protokoll hält. Positive Überraschungen, dass der Prüfer damit Erfahrung hat und auch mal davon abweicht, darf man positiv verbuchen. Oder der Erfahrung und Überzeugungskraft des Meisters zugute halten. Festhalten an Prüfprotokollen muss man aber halt akzeptieren.


    Anderer Prüfer/Prüfverein: Vielleicht hat einer Erfahrung damit oder will schnell in den Feierabend. Oder der Prüfverein hat den Prüfpunkt in seinem QM-System etwas weniger gefährlich eingestuft und läßt etwas Spielraum. Es wird immer Gründe geben, dass hier unterschiedliche Ergebnisse vorkommen.

    CX-60 D 254 Takumi mit ziemlich allem drin, inkl. Panorama, AHK, Webasto Standheizung, KONI-Dämpfer und Pfft-Pfft-Pfft. Ezl. 07/2023 - Prod. 13.03.2023 - Connect 14018 (seit 09/2024)

    Ex-Citroen-C5 Tourer Fahrer. Sonst noch Opel Corsa 130PS und Mercedes-Benz W124 - der 3,3l 6-Zylinder ist mein sparsamstes Auto !