Fragen eines möglichen Santa Fe -> CX-80 Umsteigers

  • Hallo sehr geehrte Forum-Mitglieder,


    ich fahre aktuell einen Santa Fe TM (Diesel, 6 Jahre, 215.000 km). Es ist ein super Auto, aber es wird jetzt selbstverständlich Zeit, sich ein neues zu kaufen. Bei Hyundai gibt es, wie ihr wisst, nichts Vergleichbares mehr. Nach kurzer Recherche habe ich den CX-80 Diesel entdeckt und bereits interessante Angebote (Homura Plus 2026, mit neuem hellbraunen Interieur) erhalten.


    Ich würde sehr gerne ein paar Informationen von echten CX-80-Fahrern bekommen.


    Vielen Dank im Voraus!



    1. Ist der CX-80 Diesel auch für Vielfahrer ausgelegt? Mich macht das 20.000-km-Kundendienstintervall etwas stutzig – ist der Motor zu sensibel? Mein Santa Fe hat z. B. 30.000-km-Intervalle, und bei 215.000 km war nichts (außer bei 180.000 km ein Luftmassenmesser-Fehler – gelöscht und vorsorglich auf Garantie getauscht).


    2. Allradantrieb: Wie sind eure Erfahrungen bei viel Schnee (wie im Januar/Februar dieses Jahres)? Ich fahre viel über Bundes- und Landstraßen und überhole auch bei Schnee. Beim Santa Fe fühlt man sich mit dem Lock-Modus sehr sicher. Wie ist das beim CX-80 mit i-Activ AWD?


    3. Kofferraum: Wie sind eure Erfahrungen (selbstverständlich mit umgeklappter 3. Reihe)? Hat jemand den Kauf wegen des Kofferraums bereut? Ist er groß genug für Urlaubsreisen? Ich habe ihn mir live angeschaut und finde die Höhe etwas knapp – wie seht ihr das?


    4. Beschleunigung: Reicht der CX-80 Diesel aus, um auf Bundes- und Landstraßen zügig zu überholen?


    5. Sprachsteuerung: Seid ihr mit Umfang und Zuverlässigkeit zufrieden?


    6. Head-up-Display: Werden Google Maps Hinweise bei Verbindung mit Android Auto angezeigt?


    7. Getriebe im Anhängerbetrieb: Kann der CX-80 einen Anhänger mit gut 2 Tonnen (Pferdetransport) sanft bewegen, auch mit Tempomat auf der Autobahn?



    Mit freundlichen Grüßen


    E.K. (fareo)

  • zu 1:

    Aus den Kundendienst-/Ölwechselintervallen lässt sich NICHT ableiten, wie standfest ein Motor tatsächlich ist. Kürzere Ölwechselintervalle sind vorsichtiger/besser für die Mechanik, aber teurer und umweltschädlicher. Die Vertragswerkstätten verdienen Geld mit der Wartung. Über 2/3 der Neuzulassungen in Deutschland sind gewerblich, fast ausschließlich Leasingfahrzeuge mit Vertragslaufzeiten bis max. drei oder vier Jahren, sehr viel Fullservice-Verträge. Je länger die Serviceintervalle, desto billiger in den ersten drei/vier Jahren. Was danach mit den Autos passiert hinsichtlich Lebensdauer, kann den Herstellern und den Erstkäufern egal sein. Fünf/sechs/sieben Jahre überlebt jedes japanische/koreanische Auto heutzutage ohne größere Probleme, und deshalb geben deren Hersteller auch entsprechende Garantien. Bei europäischen OEM‘s sieht‘s da schlechter aus, Zahnriemen-/Steuerketten-/Ölverbrauchsprobleme (VW-Konzern, Stellantis, …) zahlt der Kunde nach Ablauf der zweijährigen Garantien selber. Der große Mazda 6-Zylinder ist eine Neuentwicklung, langjährige Erfahrungswerte kann es nicht geben. Aber die 6-jährige, darüberhinaus verlängerbare Herstellergarantie dürfte etwaige Risiken nahezu vollständig abfedern für den Privatkunden. Mechanisch ist der „Schiffsdiesel“ ohnehin entspannt unterwegs dank Drehmoment und niedrigen Drehzahlen.


    zu 2.:

    Kein Problem in unserem ersten Winter mit reichlich Schnee in den bayrischen Voralpen. Es ist halt ein schwerer SUV mit relativ hohem Schwerpunkt z.B. in Kreisverkehren mit geschlossener Schneedecke. Der Allrad wird unmerklich reguliert, die Karre wühlt sich überall souverän durch.


    zu 3:

    Kein Problem für unsere vierköpfige Familie. Der Kofferraum ist dann mit ca. 700 l wie er ist, die Messdaten sind ja bekannt. Die zweite Sitzreihe ist überdies der Länge nach verschiebbar und in der Sitzneigung verstellbar. Der Kofferraum ist locker hoch genug in der Beladung. In der Breite gehen ein paar cm verloren durch Cupholder/Lüftungsdüsen etc. in der dritten Sitzreihe. Schade finde ich, dass es kein überzeugendes Gepäcknetz gibt, wenn man dachhoch beladen möchte.


    zu 4:

    Definitiv besser als beim Koreaner. Probefahren, und Du wirst mehr als zufrieden sein.


    Zu 5:

    Bin sehr zufrieden mit der Sprachsteuerung. Ich nutze Alexa (bzw. bei Apple Carplay Siri). Keinerlei Verständigungsschwierigkeiten.


    Zu 6:

    Ja, Head up-Display zeigt Carplay- und Android-Auto-Navigation in der Windschutzscheibe an.


    zu 7:

    Motor-/Getriebekombination schaltet butterweich. Einzig bei stärkeren Steigungen auf kurvigen Landstraßen hier im Voralpenland schaltet das Gespann manchmal etwas übermotiviert zurück. Das kann mein eigener Gasfuß statt Tempomat besser verhindern.


    Nach vier Monaten Zusammenleben mit unserem CX-80 sind wir extrem zufrieden. Knapp 4.000 km ausschließlich zügige Landstraßen und Autobahn (mit 140-150 km/h) sind wir gefahren und haben dabei im Schnitt 6,5 l/100km verbraucht.

    Mazda CX-80 Homura Plus 7-Sitzer in Jet Black „mit allem“ inkl. Panoramadach und AHK, 254 PS-Dieselmotor R6, bestellt Anfang 9/25, produziert Ende 9/25, verschifft Mitte 10/25, Mitte Dezember EZ 12/25